
Der wirtschaftliche Shutdown in weiten Teilen der Welt infolge der Pandemie und der Ölpreiskrieg zwischen Saudi-Arabien und Russland haben die Fasspreise für Brent Crude Oil einbrechen lassen. Kurz- bis mittelfristig stellen wir uns darauf ein, dass sich die Ölpreise (Brent und WTI) nicht markant erholen werden. Einerseits dürfte die Nachfrage in Folge der weltweiten Mobilitätsbeschränkungen und des wirtschaftlichen Stillstands deutlich rückläufig sein. Die UBS erwartet beispielsweise, dass die Nachfrage im März um bis zu 10 Millionen Fass am Tag gesunken sein dürfte. Wie stark der Rückgang letztlich auf Jahressicht sein wird, ist erst quantifizierbar, wenn eine Aufhebung der Beschränkungen absehbar ist. Auf die markant sinkende Nachfrage trifft andererseits ein zunehmender Angebotsüberhang. Denn Saudi-Arabien, Russland, der Irak, Nigeria, der Oman oder die Vereinigten Arabischen Emirate haben angekündigt, ihre Ölproduktion nach oben fahren zu wollen, womit eine preisdrückende Ölschwemme entstehen wird.
Konklusion:
Der Ölmarkt ist nachhaltig aus der Balance geraten. Eine sinkende Nachfrage trifft auf ein steigendes Angebot – kein guter Mix für den Ölpreis. Unsere mittelfristigen Preisprognosen sind gedämpft!