+11.66%
YTD 2026
+15.08%
Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
-6.63%
Jahr 2022

Bossard

Die jüngste Umsatzwarnung des Zuger Industriezulieferers war kein Glanzpunkt des Managements. Erst im August hatte Bossard das Umsatzziel für das laufende Geschäftsjahr von CHF 850 Millionen auf CHF 880 Millionen angehoben. Vor wenigen Tagen musste der Konzern dann wieder zurückrudern. Neu geht man bei Bossard auf Jahressicht nunmehr von Erlösen in Höhe von CHF 865 Millionen aus. Insgesamt – und dies zeigen auch die Umsatzzahlen für das dritte Quartal – hat sich das Umsatzwachstum leicht verlangsamt. Zwar stiegen die Erlöse in Q3 um 9.3% auf CHF 212.7 Millionen. Damit blieb der Konzern jedoch hinter den Erwartungen der Analysten in Höhe von CHF 215.7 Millionen zurück. Zwar betonte das Management, dass die Aussichten für das anlaufende vierte Quartal weiter gut seien. Gegenüber dem starken Vorjahresquartal dürfte aber die Wachstumsrate etwas tiefer ausfallen. Wir fürchten jedoch, dass die eigentlich böse Überraschung noch bevorstehen könnte. Denn unseres Erachtens erscheint uns das ambitionierte Ebit-Margenziel von 13% auf Gruppenebene aufgrund der Wachstumsverlangsamung und negativen Währungseffekte mittlerweile nicht mehr realistisch. Die Margenprognose wurde auf Basis des starken Wachstums im ersten Halbjahr 2018 erstellt und widerspiegelt damit nicht die einsetzende Wachstumsverlangsamung. Dies wird an der Börse aktuell noch nicht berücksichtigt, was mittelfristig zu weiteren Verlusten führen könnte.
Konklusion:
Infolge des starken Kurseinbruchs nach der Umsatzwarnung hat die Aktie unsere Verlustbegrenzung ausgelöst. Wir stufen die Aktie auf „Verkaufen“ zurück.