+11.66%
YTD 2026
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Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
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Jahr 2022

Börsenturbulenzen

Ein ganzer Cocktail an ungünstigen Nachrichten hat in den zurückliegenden gut zwei Wochen zu einem heftigen Donnerwetter an den internationalen Finanzmärkten geführt. Der Swiss Market Index verlor binnen weniger Handelstage mehr als 500 Index-Punkte, der amerikanische S&P500 verlor seit dem Monatswechsel September/Oktober über 6% an Wert und der deutsche Dax rutschte unter 11‘500 Punkte ab – ein neues 52-Wochen-Tief. Begünstigt wurde der jüngste Ausverkauf durch im historischen Vergleich tiefe Handelsvolumina – ein Charakteristikum der signifikanten Kursausschläge in den vergangenen Jahren. Die Faktoren, die allerorts für den kurzfristigen Mini-Crash verantwortlich gemacht werden, sind wenig originell und werden eigentlich seit Monaten am Markt diskutiert: die steigenden Zinsen in den USA, der Handelsstreit zwischen den USA und China, die italienische Haushaltspolitik, die Krise in einigen Schwellenländern und der Brexit. Zudem spielen die breiten Medien das Cash-Orchester und erhöhen damit den emotionalen Druck auf die Marktteilnehmer – allerdings wäre es ein seltenes Ereignis, wenn ein tatsächlicher Crash an den Märkten von den Medien und selbst ernannten Crash-Propheten exakt vorhergesagt würde. Wir erachten die aktuelle Korrektur entsprechend nicht als Auftakt zu einem langwierigen Bärenmarkt, sondern eher als ein kräftiges Ausatmen, um den Druck aus dem Markt zu nehmen. Dass die Volatilität an zahlreichen Aktienmärkten in Folge der veränderten Risikowahrnehmung der Anleger kurzfristig in die Höhe gesprungen ist, kann als logisch bezeichnet werden. Das typische Angst- oder gar Panik-Niveau haben die Schwankungsbarometer aber derzeit noch nicht erreicht. Weitere Kursverluste sind in den kommenden Tagen zwar nicht ausgeschlossen, aber der Abgabedruck hat in der Summe deutlich abgenommen. Für diese These spricht auch, dass sich die Relative-Stärke-Indizes zahlreicher Aktienmärkte in Folge des jüngsten Ausverkaufs bereits in den „überverkauften“ Bereich zurückgebildet haben. Beim SMI sackte der RSI beispielsweise von einem Indexstand bei 65 Punkten auf jüngst 28 Zähler ab – Werte unter 30 Punkte werden gemäss Lehrbuch als „überverkaufte“ Marktsituation charakterisiert. Noch signifikanter entwickelte sich der RSI für den S&P500. Dieser rutschte von 62 Punkten auf zwischenzeitlich 17 Zähler ab. Noch erscheint es uns zu früh, um bereits wieder auf Schnäppchenjagd zu gehen. Wir sind jedoch überzeugt, dass die gegenwärtige Marktbewegung nicht in einem mittel- bis langfristigen Bärenmarkt endet. Vielmehr erwarten wir, dass die laufende Korrektur eine vielversprechende Basis für eine ansehnliche Jahresendrallye bildet, zumal sich die Bewertung amerikanischer und europäischer Aktien (gemessen am KGV) mittlerweile sogar wieder am unteren Ende der langjährigen Bandbreite bewegt.
Konklusion:
Noch erscheint uns die Verunsicherung der Anleger zu gross, um bereits wieder auf Schnäppchenjagd zu gehen. Aber die laufende Korrektur bildet den Boden für eine ansehnliche Jahresendrallye.