
Wir hatten die Anteilsscheine des Konsumgüterherstellers zuletzt in Ausgabe 03/2019 zum Verkauf empfohlen und verwiesen dabei auf das sich deutlich abschwächende Wachstum. Zwar gab Beiersdorf jüngst neue Wachstumsinitiativen bekannt. Zwischen EUR 70 Millionen bis EUR 80 Millionen will der Konzern jährlich investieren, um das Wachstum mit Konsumgütern wieder anzukurbeln. Beiersdorf erhofft sich, dadurch bis zum Jahr 2023 ein überdurchschnittliches Erlöswachstum von 4% bis 6% zu generieren und zugleich die Gewinnmarge auf 16% bis 17% ausweiten zu können. Das Problem: Kurzfristig werden die notwendigen Investitionen aber auf die Profitabilität im Konsumgütergeschäft drücken. Beiersdorf rechnet in diesem Jahr mit einer Umsatzrendite von nur noch 14% bis 14.5%. Auch das Timing der in Aussicht gestellten Steigerung der Profitabilität ist enttäuschend. Wir hatten deutlich früher als 2023 mit dem Erreichen einer betrieblichen Marge von mehr als 16% in der Konsumgütersparte gerechnet. Wir gehen davon aus, dass von Analystenseiten die Gewinnerwartungen für das laufende Jahr noch deutlich gekappt werden – eine Kürzung der Gewinnprognose von gut 10% im Schnitt erscheint uns wahrscheinlich. Dies dürfte die Aktie des Konsumgüterherstellers in den kommenden Monaten belasten. Beiersdorf steckt in einem Umbruch, den andere Unternehmen bereits erfolgreich eingeleitet haben. Anleger greifen zu Nestlé, Danone oder Heineken (siehe Ausgabe 07/2019).
Konklusion:
Die Aktie des deutschen Konsumgüterherstellers steckt u.E. mitten in einer Neubewertung. Wir rechnen mit weiter sinkenden Notierungen. Anleger bevorzugen Nestlé, Danone oder Heineken.