
Es war der erwartet schwächliche Jahresabschluss, den der deutsche Agrochemie- und Pharmakonzern Bayer vor wenigen Tagen vorgelegt hat. Viel bedenklicher ist aber, dass selbst das Management des Multis für 2018 keine deutliche Besserung in Aussicht stellt – Umsatz und das Ebitda sollen auf dem Niveau des Jahres 2017 stagnieren. Bereits im zurückliegenden Jahr konnte Bayer nur minimal wachsen. Für uns ist umso unverständlicher, weshalb zahlreiche Analysten an ihrer äusserst positiven Einschätzung des Unternehmens festhalten. Die Analysten der Deutschen Bank, der Baader Bank, der Commerzbank, von Goldman Sachs und von JP Morgan haben ihre Kauf-Empfehlungen für die Aktie jüngst bestätigt – auch wenn die Kursziele zum Teil leicht nach unten angepasst wurden. Wir können diesen Optimismus nicht teilen. Einerseits sehen wir keinerlei Wachstumsfantasie, andererseits werten wir die geplante Übernahme von Monsanto durchwegs negativ und rechnen mit negativen Belastungen. Aus unserer Sicht ist BASF in einem deutlich besseren Zustand.
Konklusion:
Die Zahlen für 2017 waren schwach und der Ausblick für 2018 ist uninspiriert. Wir sehen derzeit keinen Kaufgrund. Anleger sollten die Aktie verkaufen und in BASF umschichten.