
Der deutsche Chemiekonzern Bayer hat sein Angebot für den amerikanischen Saatguthersteller Monsanto nachgebessert. Statt der bisher gebotenen USD 122 pro Monsanto-Aktie bietet Bayer nun USD 125 pro Anteilsschein. Aktuell notiert die Monsanto-Aktie im Bereich um USD 103. Die Amerikaner hatten das erste Übernahmeangebot als zu niedrig gewertet. Man nehme die neue Offerte zur Kenntnis, hiess es vonseiten Monsantos. Interesse, die Übernahme doch noch ins Rollen zu bringen, hört sich unseres Erachtens anders an. Mittlerweile hat Monsanto das Übernahmeangebot als „finanziell unangemessen“ zurückgewiesen. Die ablehnende Haltung der Amerikaner stärkt die Einschätzung, wonach Monsanto seinerseits eine aktivere Rolle in der laufenden Branchenkonsolidierung spielen will. Die Amerikaner, so ist vom Börsenparkett zu hören, haben mit dem Leverkusener Chemie-Giganten BASF Gespräche über eine Verschmelzung der beiden Agrarchemiegeschäfte aufgenommen. Auch ein möglicher Kauf der BASF-Pflanzenschutzsparte Agricultural Solutions soll kommuniziert werden. Noch ist nicht absehbar, zu welchem Ende diese Verhandlungen kommen. Doch sollten sich beide Unternehmen einigen, würde dies die Kaufpläne von Bayer durchkreuzen. Spekulative Anleger sollten gegenwärtig auf die BASF-Aktie setzen. Ein offizielles Übernahmeangebot von Monsanto würde dem Titel nochmals deutlich Rückenwind geben.
Konklusion:
Aus unserer Sicht stehen die Chancen gut, dass die Verhandlungen zwischen BASF und Monsanto Fortschritte machen. Spekulative Anleger greifen bei BASF zu.