+11.66%
YTD 2026
+15.08%
Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
-6.63%
Jahr 2022

BASF

Wir hatten in unserer Berichterstattung zum geplanten Bayer/Monsanto-Deal mehrfach darauf hingewiesen, dass unser Depotwert BASF als möglicher Käufer einzelner zum Verkauf stehender Geschäftsteile des neuen Bayer/Monsanto-Konzerns in Erscheinung treten könnte. Dies hat sich jüngst bewahrheitet. Für EUR 5.9 Milliarden in bar will das Ludwigshafener Unternehmen Teile des Saatgut- und Pflanzenschutzgeschäfts von Bayer übernehmen. Die südafrikanischen Wettbewerbshüter hatten den Verkauf dieser Geschäftsteile zur Bedingung gemacht, um den Zusammenschluss mit Monsanto abzunicken. Der Deal zwischen BASF und Bayer ist allerdings noch nicht in trockene Tücher gewickelt, sondern unterliegt einem erfolgreichen Abschluss der Monsanto-Übernahme durch Bayer. Insgesamt erscheint uns der Deal zwischen BASF und Bayer attraktiv. Der Kaufpreis von EUR 5.9 Milliarden entspricht dem 15-fachen des Ebitda der Sparte. Dieses belief sich im vergangenen Geschäftsjahr auf EUR 385 Millionen. Zum Vergleich: Der ChemChina/Syngenta-Deal wies eine diesbezügliche Relation von 19 aus. Allerdings hatten Marktteilnehmer mit einem noch tieferen Kaufpreis zwischen EUR 4 Milliarden bis EUR 5 Milliarden gerechnet. Angesichts der Margenstärke der Bayer-Sparte – die Ebitda-Marge lag in den vergangenen drei Jahren im Schnitt über 25% – und der breiten Patentpalette (250) erscheint uns der Kaufpreis jedoch vernünftig. Die neue Agrar-Sparte dürfte nach Abschluss des Deals einen Konzern-Ebit-Anteil von gut 17% aufweisen.
Konklusion:
Aus Sicht von BASF ist der Deal ein strategischer Schritt in die richtige Richtung. Allerdings wird es Zeit brauchen, bis sich die Synergien des Deals merklich in den Kennzahlen niederschlagen.