+11.66%
YTD 2026
+15.08%
Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
-6.63%
Jahr 2022

BASF

Nach der starken Performance seit Februar 2016 (in der Spitze +65%) konsolidiert unser Depotwert auf hohem Niveau. Der Kursrücksetzer seit Anfang April 2017 (-10%) stellt unseres Erachtens nicht nur eine gesunde Gegenbewegung dar, sondern ist auch ein attraktiver Einstiegslevel. Denn die mittel- bis langfristigen Aussichten sind für den deutschen Chemiekonzern ansprechend. Uns gefällt vor allem die bis dato sehr umsichtige Übernahme-politik des Unternehmens. Während die Wettbewerber (Bayer/Monsanto; ChemChina/Syngenta; Dupont/Dow Chemical) Milliarden für Übernahmen und/oder Fusionen ausgeben, hält sich BASF diskret im Hintergrund. CEO Kurt Bock hatte mehrmals gesagt, dass man nicht zwangsläufig der grösste, sondern der erfolgreichste Chemiekonzern sein wolle. Auch wenn BASF von der Pole-Position punkto Grösse verdrängt wird, muss dies nicht schlecht für die Aktie sein.
Denn die Fusionitis in der Branche dürfte für BASF attraktive Gelegenheiten bringen. Bei allen drei grossen Mergers müssen bestimmte Unternehmensteile abgestossen werden, bei denen BASF gezielt zugreifen will. Der Chemiekonzern gilt als Mitbieter für die Saatgutsparte von Bayer – ein Geschäftsfeld, das hohe Markteintrittsbarrieren aufweist und aufgrund der globalen Bevölkerungsentwicklung künftig kräftiges Wachstum verspricht. Auch bei ChemChina/Syngenta bzw. Dupont/Dow Chemical wird BASF zu den Interessenten an der „Resterampe“ gehören. Der Vorteil dieser Strategie liegt auf der Hand. BASF muss keinen zweistelligen Milliardenbetrag auf den Tisch legen und so die sehr solide Bilanz verschlechtern. Vielmehr sollte es dem Konzern gelingen, sich gezielt zu verstärken und Filetstücke in den Konzern einzugliedern. Darüber hinaus läuft es für den Konzern auch auf operativer Ebene wieder rund. So konnte BASF aufgrund der hohen Nachfrage eine Reihe von Preissteigerungen durchsetzen.
Nach der Korrektur hat sich mittlerweile auch das Chartbild beim Chemiekonzern wieder aufgehellt. Im Bereich um EUR 85 hat die Aktie einen soliden Boden ausgebildet, von dem aus das Papier wieder in deutlich höhere Notierungen tendieren sollte. Da die Aktie im Vergleich zu anderen Chemie-Titel mit einem deutlichen Abschlag gehandelt wird, erscheint uns das weitere Aufwärtspotenzial für neue Investments gross. Aus unserer Sicht bildet die unterdurchschnittliche Kursentwicklung in den zurückliegenden gut sieben Wochen einen attraktiven Einstiegspunkt.
Konklusion:
Die gezielte Übernahmepolitik des deutschen Chemiekonzerns gefällt uns. Gelingt dem Unternehmen aber der ein oder andere Deal, sollte dies ein zusätzliches Kurspotenzial eröffnen.