+11.66%
YTD 2026
+15.08%
Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
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Jahr 2022

Barry Callebaut

Pünktlich zu den Osterfeiertagen hat der Schweizer Schoggi-Produzent seine Zahlen für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2016/17 vorgelegt. Grosse Überraschungen blieben dabei jedoch aus. Das Volumenwachstum von 1.4% auf 947‘000 Tonnen hat den Erwartungen der Marktteilnehmer entsprochen – diese hatten im Schnitt mit einer Steigerung auf 946‘000 Tonnen gerechnet. Damit hat Barry Callebaut zwar deutlich besser abgeschnitten als der Gesamtsektor, der um 2.1% geschrumpft ist. Allerdings kam Barry das zusätzliche Outsourcingvolumen von Mondelez in Belgien und die Akquisition von FrieslandCampina zugute – das Volumenwachstum beschleunigte sich im zweiten Geschäftsquartal von -0.4% in Q1 auf +3.2%. Im Gleichschritt konnte Barry den Umsatz erhöhen, der um 3% auf CHF 3.53 Milliarden ausgeweitet werden konnte. Mit Blick auf die Ergebnisentwicklung konnte Barry Callebaut nicht überraschen, das operative Kernergebnis auf Stufe Ebit um 11% auf CHF 222 Millionen zu steigern, womit die Konsensprognose der Analysten getroffen wurde. Unter dem Strich resultierte ein Gewinn von CHF 25.7 pro Aktie, was gut 33% über dem Vorjahreswert lag.
Auf Grundlage der Zahlen für das erste Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres machen wir ein grosses Fragezeichen hinter dem mittelfristig angepeilten Volumenwachstum von 4% bis 6% bis zum Geschäftsjahr 2018. Im Geschäftsjahr 2016 hat das Unternehmen gerade 2.2% gemeldet und für das erste Halbjahr 2017 nur 1.4%. Aus unserer Sicht müsste im zweiten Halbjahr der Deal mit Mondelez zu einem Volumenwachstum von 6% bis 8% führen, um das Ziel zu erreichen, was aus unserer Sicht jedoch ambitioniert ist. Neue Outsourcing-Verträge sind zur Erreichung der Zielmarke jedoch unumgänglich. Barry Callebaut mag für viele Investoren eine interessante Anlageopportunität sein. Für uns ist die Aktie jedoch ein „Verkauf“. Einerseits fällt es uns schwer, die Entwicklung des Free Cash Flows nachzuvollziehen, da dieser stark von Rohstoffpreisen und Sicherungsgeschäften beeinflusst wird. Darüber hinaus empfinden wir die Dividendenpolitik als wenig attraktiv. Die Rendite beträgt aktuell gerade 1.27%, was für die Lebensmittelbranche eher enttäuschend ist. Die grössten Bauchschmerzen macht uns jedoch die hohe Bewertung der Aktie. Das KGV auf Basis des für dieses Geschäftsjahr prognostizierten Gewinns liegt bei 27 – ein Wert, der eher an Unternehmen aus der Technologiebranche oder an wachstumsstarke Aktien erinnert. Wir empfehlen, das rekordhohe Kursniveau zum Ausstieg zu nutzen.
Konklusion:
Die hohe Bewertung der Aktie ist aus unserer Sicht nicht gerechtfertigt. Wir empfehlen investierten Anlegern, das rekordhohe Kursniveau für Gewinnmitnahmen zu nutzen.