
Als die Unternehmensspitze des Autozulieferers vor gut eineinviertel Jahren neu besetzt wurde, herrschte bei Autoneum so etwas wie Alarmstimmung. Es knirschte kräftig im Gebälk. Und dann kam auch noch die Corona-Pandemie mit dem globalen Lockdown in der ersten Jahreshälfte 2020. Doch bereits im zweiten Semester zeichnete sich ab, dass die neue Konzernspitze die richtigen Hebel in Bewegung gesetzt hat. Darauf deuten die ersten Eckdaten für das Jahr 2020 hin. Der Umsatz soll sich auf CHF 1.74 Milliarden belaufen, wobei davon allein in der zweiten Jahreshälfte mehr als CHF 1 Milliarde generiert wurde. Damit dürften die währungsbereinigte Umsatzeinbussen im Vergleich zur Vorjahresperiode lediglich 5% betragen. Auf Jahressicht erwarten wir ein Erlösminus von rund 25%, nach fast 37% im ersten Semester 2020. Erfreulich entwickelte sich unseres Erachtens auch das operative Ergebnis auf Stufe Ebit und Cashflow. Bei beiden Kennzahlen konnte Autoneum im zweiten Halbjahr 2020 deutlich zulegen. Beim Cashflow rechnet Autoneum gar mit einem Positivbetrag von mehr als CHF 100 Millionen. Zur Erinnerung: In den zwei Jahren zuvor kämpfte das Unternehmen mit negativen Cashflows. Ein Wermutstropfen bleibt der kurzfristige Ausblick. Denn aufgrund der wieder aufflammenden Sars-CoV-2-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens dürfte die operative Erholung in Q1/2021 bei Autoneum leicht ausgebremst werden. Das Management rechnet mit einem im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2020 leicht schwächeren Wachstum.
Konklusion:
Auch wenn die Erholung durch das erneute Aufflammen der Pandemie ausgebremst wird, hellt sich das langfristige Bild deutlich auf. Die Aktie bleibt sehr ansprechend!