+11.66%
YTD 2026
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Jahr 2025
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Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
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Jahr 2022

Autoneum

Als wir den Autozulieferer Autoneum vor wenigen Wochen in unser Schweizer Nebenwerte-Depot aufgenommen hatten, verwiesen wir dabei auf das sich deutlich aufhellende geschäftliche Umfeld für die gesamte Automobilbranche. Die damals zur Verfügung stehenden Marktdaten und Aussagen aus der Branche fügten sich mehr und mehr zu einem stimmigen Bild zusammen. Nun hat Autoneum diesen Eindruck bestätigt. In seiner Einschätzung des Gesamtjahres 2020 stellte der Konzern fest, dass sich seit Sommer dieses Jahres die globale Autoproduktion über Erwarten stark erholt habe. Auch Autoneum wird davon profitieren. Bereits im zweiten Halbjahr 2020 dürfte sich der Umsatzrückgang des ersten Semesters deutlich abschwächen. Autoneum rechnet mit einem Minus von 5% in Lokalwährungen. Zur Einordnung: Im Halbjahresausweis gingen die Erlöse noch um markante 33% zurück. In der Summe dürfte der Umsatz auf Jahressicht um gut ein Fünftel sinken, was für sich genommen zwar immer noch viel ist. Aber in Pandemiezeiten hätte man noch deutlich Schlimmeres erwarten können. Ein Ausrufezeichen verdient zudem die Entwicklung der Ebit-Marge. Für das zweite Semester erwartet der Autozulieferer 4% bis 5%, womit sich das Unternehmen bereits wieder auf „gesundem Profitabilitätsniveau“ befindet, was ursprünglich erst für 2022 anvisiert worden war. Auf Jahressicht dürfte sich eine leicht positive Ebit-Marge ergeben, was angesichts der Umstände aller Ehren wert ist. Kostensenkungen und Effizienzmassnahmen sowie der planmässig verlaufende Turnaround im lange Zeit kriselnden Nordamerikageschäft machen es möglich. Dass unter dem Strich ein Verlust stehen wird, ist angesichts der operativen Gesamtentwicklung zu verzeihen. Zumal der Cashflow im höheren zweistelligen Millionenbereich erwartet wird, wodurch die Verschuldung gesenkt werden kann. Darüber hinaus verspricht der Blick ins kommende Jahr auch bei der Gewinnentwicklung Besserung, welche sich in den Folgejahren dann noch deutlich akzentuieren sollte.

Konklusion:
Wir empfehlen, die Aktie des Autouzulieferers trotz der jüngsten Rallye zu kaufen. Uns erscheinen die Konsensprognosen (siehe FactSet) zu konservativ.