
Die neue Führung des Autozulieferers macht Klarschiff: Die langanhaltenden Probleme im Nordamerika-Geschäft lassen sich nicht auf operative Schwierigkeiten in zwei US-Werken herunterbrechen. Genau darauf wurden die Probleme von der alten Autoneum-Garde aber lange Zeit reduziert. Es betrifft letztlich die gesamte Business Group North America. Entsprechend umfangreich muss ein Restrukturierungsprogramm ausgelegt werden. Dies wird aber sehr unangenehme Konsequenzen haben: 2019 wird Autoneuem ein Minus in zweistelliger Millionenhöhe ausweisen. Der Wertberichtigungsbedarf scheint sehr hoch zu sein. Dadurch könnte der Konzern mit Blick auf die Bilanz in Schieflage geraten. Die umfangreichen Probleme in Nordamerika sowie die anhaltend trüben Aussichten im Automobilgeschäft vermiesen dem Konzern auch die mittel- bis langfristigen Ziele. Das erst im März 2019 vom alten Management ausgegebene Ziel (solides Profitabilitätsniveau) ist nicht bis 2021 zu erreichen, sondern erst 2022. Wir fürchten, dass es erst noch schlechter wird, bevor es bei Autoneum wieder aufwärts geht.
Konklusion:
Autoneum hinterlässt einen desaströsen Eindruck und Besserung ist so schnell nicht in Sicht, wie wir schon in Ausgabe 37/2019 in Aussicht gestellt hatten. Strong sell!