
Der Schweizer Autozulieferer hat seine Aktionäre erneut geschockt. Die Probleme im Nordamerika-Geschäft sind anscheinend noch grösser als angenommen und auch das Branchenumfeld hat sich zuletzt deutlich eingetrübt. Autoneum geht für das erste Halbjahr 2019 mittlerweile sogar von roten Zahlen aus. Und auch im weiteren Jahresverlauf ist nicht mit einer deutlichen Verbesserung zu rechnen. Der Umsatz dürfte 2019 stagnieren. Die Profitabilität dürfte aufgrund der anhaltenden Verluste in Nordamerika, den damit verbundenen Turnaroundkosten sowie dem noch ausstehenden Return on Investment in China gedrückt werden. Erst ab 2020 dürften die ergriffenen Restrukturierungsmassnahmen dann nachhaltig Wirkung zeigen. Mit einer signifikanten Rückkehr zu einem gesunden Profitabilitätsniveau ist jedoch nicht vor 2021 zu rechnen. Wir sehen Autoneum vor einem Übergangsjahr, in dem Autoneum vor allem mit Aufräumarbeiten beschäftigt ist. Ein profitables Wachstum ist derzeit nicht in Sicht.
Konklusion:
Wir hatten in Ausgabe 46/2018 von Investments in Autoneum aufgrund der massiven internen Probleme abgeraten. Der schwache Ausblick bestätigt unsere kritische Sicht.