
Das Interesse am Börsengang von Auto1 war riesig. Die Aktie schnellte am ersten Handelstag deutlich über den Ausgabepreis von EUR 38. Insgesamt sammelte die Gruppe durch die Platzierung rund EUR 1 Milliarde ein. Kapital, welches zu einem grossen Teil (EUR 750 Millionen) in das weitere Wachstum investiert werden soll. Wir haben uns gegen ein Investment entschieden. Denn u.E. sind die Risiken des Geschäftsmodells nur schwer einzuschätzen. So hat die Gruppe im Jahr 2019 durchschnittlich 1‘600 Gebrauchtfahrzeuge pro Tag gekauft und auf die eigene Bilanz genommen. Können die Autos nicht schnell verkauft werden, so besteht die Gefahr überschüssiger Bestände, die ggf. zu deutlich niedrigeren Preisen verkauft werden müssen als kalkuliert. In diesem Geschäftsmodell ist Zeit reines Geld. Zudem fehlt der Nachweis, dass das Unternehmen nachhaltig profitabel arbeitet. Das Unternehmen selbst räumte ein: „Wir können nicht garantieren, dass wir jemals profitabel werden und bleiben.“
Konklusion:
Wir gewichten die Risiken des Auto1-Geschäftsmodells höher als die Chancen und haben uns daher gegen ein Investment entschieden.