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Augmented Reality

Der nächste Schritt in der Digitalisierung der Gesellschaft steht unmittelbar bevor – so wollen es zumindest die treibenden Marktkräfte. „Augmented Reality“ (AR), also die „Erweiterung der Realität, oder „Virtual Reality“ (VR), komplett neue digitale Welten, werden unser Leben und unsere Gesellschaft in ihren Grundfesten verändern, lautet das Credo von Facebook, Google und Co. Sie stecken Milliarden in die Entwicklung und Forschung in diesem Bereich – nur der Durchbruch dieser beiden Technologien lässt weiter auf sich warten und wird sich unseres Erachtens auch nicht so schnell einstellen. Wir gehen davon aus, dass es sich mit AR und VR ähnlich verhält wie mit den bekannten Sprachassistenten wie Siri oder Alexa. Sie werden zwar zunehmend genutzt, zwingend benötigt werden sie dennoch nicht. Die US-Beratungsfirma IDC schätzt, dass im Jahr 2016 gerade einmal zehn Millionen VR-Geräte und nur 100‘000 Geräte für AR an den Kunden gebracht wurden. Das Marktvolumen ist in beiden Fällen aber noch immer verschwindend gering: IDC beziffert den Markt für Augmented Reality auf nur USD 200 Millionen und USD 2.1 Milliarden für Virtual Reality. Kein Wunder also, wenn Facebook an seiner jüngsten Entwicklerkonferenz AR und VR in den höchsten Tönen anpries. Irgendwann muss das investierte Kapital in diesem Bereich auch Rendite bringen.
Während „Virtual Reality“ eigentlich ein alter Hut ist, der gegenwärtig eigentlich nur durch eine bessere Technik (in Form von VR-Brillen) gepusht wird (bereits im Dotcom-Boom schwärmte zahlreichen Unternehmen von den Möglichkeiten in einer digitalen Welt), konzentrieren sich die globalen IT-Konzerne vor allem auf den Bereich der erweiterten Realität. Hierbei wird die Realität mit digitalen Inhalten erweitert. Das Spiel „Pokemon Go“, das vor gut einem Jahr für Aufsehen sorgte, basiert auf dieser Technologie. Bildungseinrichtungen, Medien und Museen haben den Nutzen dieser Technik früh erkannt – nach und nach nutzen aber auch klassische Industriekonzerne die Technologie. Thyssen-Krupp etwa nutzt die Hololens von Microsoft, um Aufzüge zu reparieren. Die Brille des amerikanischen Technologiekonzerns ist eine der derzeit vielversprechendsten Geräte, um AR darzustellen. Logistiker nutzen die Technik, um ihre Lieferkette mit Zusatzinformationen zu verfeinern und in der Medizin träumt man davon, Operationen mit Hilfe der Datenbrillen zu erleichtern. IDC schätzt, dass mit AR-Geräten bis zum Jahr 2021 bereits USD 50 Milliarden umgesetzt werden sollen. Ob dieser Boom aber jemals Wirklichkeit wird, ist noch unsicher. Die Realität zeigt, dass so manche Fantasie in diesem Bereich immer eine Fantasie blieb.
Konklusion:
Wir halten ein Investment auf Grundlage dieses Themas für verfrüht. Es steht in den Sternen, ob sich diese Technologie wirklich durchsetzen wird.