
Die schlechten Halbjahreszahlen deuten unseres Erachtens an, dass Ascom nach 2017 und 2018 auch im Jahr 2019 die Erwartungen für das Gesamtjahr nicht erfüllen wird. Sowohl der organische Umsatz als auch die Kern-Ebitda-Marge schrumpften – um 4.5% bzw. 550 Basispunkte. Um die ursprünglichen Ziele für 2019 erreichen zu können, müsste Ascom in der zweiten Jahreshälfte organisch um 11% zulegen und das Ebitda um 40% ausweiten – dies erscheint uns mehr als unwahrscheinlich. Wir rechnen mit einer Prognosekappung in den nächsten Tagen/Wochen. Dass CEO Holger Corders angesichts des operativen Stillstands den Hut nimmt, ist konsequent. Nach wie vor befindet sich Ascom in einem Strukturwandel vom Hardware- zum Softwareanbieter im Healthcare-Bereich. Diese Evolution gestaltet sich jedoch deutlich zäher als erwartet.