
Jubelgesänge hat der Backwarenkonzern mit den jüngst vorgelegten Umsatzzahlen für das erste Quartal des gebrochenen Geschäftsjahres 2016/17 nicht hervorrufen können. Vor allem das organische Wachstum von -1.2% enttäuschte vorderhand. Analysten hatten im Schnitt mit einem organischen Wachstum von 0.4% gerechnet. Dennoch sollten Investoren Aryzta nicht von der Beobachtungsliste streichen. Die Zahlen waren vor allem in den USA von Vertragserneuerungen und dem Timing von neuen Aufträgen geprägt, was sich negativ auf das Volumenwachstum niederschlug. Darüber hinaus passt Aryzta die Fertigungs-Kapazitäten in Deutschland an, was derzeit wichtiger erscheint als unbedingtes Wachstum. Die Guidance für das Gesamtjahr wurde bestätigt (Free Cashflow EUR 225 Millionen bis EUR 275 Millionen; bereinigter Gewinn pro Aktie von EUR 3.58.). Insgesamt deutet sich an, dass Aryzta auch 2016/17 nur kleine Schritte machen wird. Derzeit ist der Konzern damit beschäftigt, die internen Prozesse zu optimieren, um die Rentabilität zu verbessern.
Konklusion:
Grosse Fortschritte wird es auch 2017 nicht geben. Die Restrukturierung nach den zahlreichen Übernahmen nimmt Zeit in Anspruch. Für Anleger mit einem langen Atem ist die Aktie dennoch interessant.