
Die Gewinnwarnung des österreichischen Halbleiterherstellers kam nicht unerwartet – auch wenn die Revision der Umsatz- und Gewinnziele für das laufende Jahr über dem zu erwartenden Mass war. Neu rechnet AMS beim Umsatz nur noch mit USD 480 Millionen bis USD 520 Millionen (bisher: USD 570 Millionen bis USD 610 Millionen). Die Ebit-Marge von ursprünglich 16% bis 20% wird ebenfalls nicht mehr erreicht. Neu geht AMS von einer Marge im niedrigen bis mittleren zweistelligen Prozentbereich aus. Damit folgt das Unternehmen den Gewinnwarnungen anderer wichtiger Apple-Zulieferer. Das Papier erscheint uns nach den massiven Kursverlusten im laufenden Jahr (-67%) regelrecht ausgebombt. Das Papier wird gegenwärtig mit einem 2019er KGV von gerade noch 6.9 gehandelt. Auch wenn die Geschäfte mitunter nicht mehr so reibungslos laufen wie bis anhin, so erscheinen uns die massiven Kursverluste dennoch masslos übertrieben.
Konklusion:
Wir hatten die Aktie in Ausgabe 39/2018 zum spek. Kauf empfohlen – mit dem Hinweis, noch auf eine Beruhigung zu warten. Angesichts der Turbulenzen im Tech-Sektor sollten Anleger weiter abwarten.