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American Outdoor Brands

Smith & Wesson galt über viele Jahre als Symbol des waffenvernarrten Amerikas. Doch damit will der Konzern nun brechen. Im Dezember segneten die Aktionäre an der Hauptversammlung zunächst die Namensänderung des Unternehmens an. Aus Smith & Wesson wurde „American Outdoor Brands“. Wir hatten die Aktie im Rahmen des US-Wahlkampfes und des über lange Zeit erwarteten Siegs von Hillary Clinton zum Kauf empfohlen, stellten nach dem Sieg von Donald Trump den grundsätzlichen Investmentcase in Frage und rieten, die Aktie im Bereich um USD 25 zu verkaufen. Nach einem kurzen Aufbäumen ist die Aktie mittlerweile in den Bereich um die USD 20 abgerutscht – dies könnte sich als ein attraktiver Einstiegspunkt erweisen. Denn die Namensänderung sollte nicht nur die Verbindung zur Waffenlobby lockern, sondern ist vielmehr ein Zeichen für den operativen Wandel, der sich innerhalb des Konzerns vollzieht.
Diversifizierung wird mit Hochdruck vorangetrieben
Zuletzt übernahm das Unternehmen den Hersteller von laserbasierten Visieren „Crimson Trace“ und den Spezialwerkzeughersteller „Taylor Brands“ – USD 180 Millionen in bar legte American Outdoor Brands auf den Tisch. Bereits Ende 2014 investierte der Konzern USD 130 Millionen in die Diversifizierung und kaufte unter anderem die Jagd- und Schiesszubehörfirma „Battenfield Technologies“. Und die Einkaufstour soll weitergehen, wie jüngst CFO James Buchanon bekräftigte. Die Stossrichtung des Wandels ist klar: Weg vom reinen Waffenproduzent, hin zu einem Camping- und Wilderness-Image. Im Kerngeschäft, also den Waffen, dürfte das Jahr 2017 anspruchsvoll werden. Zwar ist und bleibt das individuelle Schutzbedürfnis der Amerikaner hoch. Doch mit dem Wahlsieg von Donald Trump rechnet fast niemand mehr mit einem verschärften Waffenrecht auf nationaler Ebene. Genau dieser Ausblick auf schärfere Waffengesetze unter Hillary Clinton hatte im US-Wahlkampfjahr jedoch die Verkäufe anspringen lassen.
Springt die Aktie wieder an?
Grundsätzlich blickt man im Hause American Oudoor Brands zuversichtlich in die Zukunft – auch dank des zugekauften Wachstums. Für das laufende Jahr stellt das Management einen Umsatz zwischen USD 920 Millionen bis USD 930 Millionen in Aussicht, nach USD 733 Millionen im zurückliegenden Geschäftsjahr. Allerdings dürfte die Expansion in neue Geschäftsfelder auf die Profitabilität durchschlagen.
Konklusion:
Die Aktie ist auf dem aktuellen Kursniveau sehr attraktiv bewertet und widerspiegelt die Wachstumsaussichten nur unzureichend. Wir empfehlen, die Aktie bei Kursen unter USD 20 zu kaufen!