
Es war eine Ankündigung, die bei unserem IT-Analysten zunächst nur ungläubiges Staunen hervorgerufen hat: Nachdem es bereits Gerüchte gab, wurde nun bestätigt, dass AMD und Intel im ersten Quartal einen gemeinsamen Chip für Mobilgeräte auf den Markt bringen werden. AMD und Intel, das sind Erzrivalen der ersten Stunde – es ist so, als ob die Fussballer aus Zürich und Basel in einer Mannschaft spielen – eigentlich unvorstellbar. Aus unserer Sicht ergeben sich aus der Zusammenarbeit zwei Rückschlüsse: 1. Intel gesteht mit der Kooperation ein, dass ihre Grafiklösungen nur zweitklassig sind. 2. AMD scheint auf der Suche nach einem neuen Geschäftsmodell zu sein bzw. will sich als Zulieferer positionieren. Die Gefahr für AMD ist, dass man mit der Offensive gegen die eigene Mobilfunk-Chipsparte schiesst. Am meisten gefällt uns aber eine noch nicht weit verbreitete These, die unseres Erachtens aber sehr attraktiv wäre: Die Zusammenlegung beider Mobilfunksparten hätte das Potenzial, Nvidia bei der Mobilgrafik Marktanteile abzuluchsen.
Konklusion:
Die Zusammenarbeit von Intel und AMD überrascht. Wir werten dies als Versuch, dem Wettbewerber Nvidia im Bereich der mobilen Grafikchips Marktanteile abzuluchsen. Wir stufen AMD auf «Kaufen» herauf.