
Die Tech-Riesen geraten immer stärker ins Störfeuer der Politik. Auch IWF-Chefin Christine Lagarde schlägt mittlerweile in die gleiche Kerbe. Der Ruf nach einer schärferen Regulierung der Branche wird grösser. Mit Blick auf Unternehmen wie Amazon oder Facebook sagte die IWF-Chefin, dass man die Entwicklung genau beobachten müsse. Auch wenn es aktuell noch kein Monopolproblem gibt, so sollte man dennoch Massnahmen ergreifen, damit dies erst gar nicht der Fall wird. Lagarde befürchtet einen Rückfall der Weltwirtschaft in monopolartige Strukturen, wie sie im 19. Jahrhundert zu beobachten waren – mit den entsprechenden ökonomischen und soziologischen Folgen. Die warnenden Aussagen der IWF-Chefin mögen langfristig durchaus berechtigt sein. Derzeit erfreuen wir uns aber mehr an dem einwandfreien Eindruck, welchen der Amazon-Chart derzeit hinterlässt. Nachdem die Aktie die 200-Tage-Linie bereits geraume Zeit hinter sich gelassen hat, stehen nun zwei weitere markante charttechnische Marken im Fokus: Sollte es dem Papier gelingen, den Widerstand im Bereich um USD 1‘833 nachhaltig zu überspringen, wäre der Weg für die Bullen frei, um den Aktienkurs in grossen Schritten bis auf USD 1‘922 zu treiben. Kann auch diese Marke in der Folge überwunden werden, dürfte das Papier des E-Commerce-Riesen das Allzeithoch von August 2018 bei USD 2‘050 (Intraday) ins Visier nehmen.
Konklusion:
Investierte Anleger geben kein Papier des E-Commerce-Riesen aus der Hand. Bleibt die allgemeine Stimmung gut, dann dürfte das Allzeithoch ein kurzfristig realistisches Ziel sein.