+11.66%
YTD 2026
+15.08%
Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
-6.63%
Jahr 2022

Alcoa

Der Aluminiumkonzern Alcoa hat die Berichtssaison eröffnet, und wenn die Zahlen des Konzerns ein Massstab sein sollen für das, was künftig noch kommt, müssen sich Anleger auf harte Zeiten einstellen. Der Gewinn brach im ersten Quartal von USD 0.28 pro Aktie im Vorjahreszeitraum auf gerade noch USD 0.07 ein. Zwar liegt das noch USD 0.02 über dem Konsens. Grund zur Freude bleibt jedoch keine. Der Umsatz ist mit -15% auf USD 4.9 Milliarden deutlich stärker eingebrochen als erwartet. Zugleich musste Alcoa den Ausblick für den Luftfahrtsektor, dem Hoffnungsträger des Unternehmens, deutlich zurücknehmen. Das Unternehmen reduzierte die Wachstumsprognose von ursprünglich 8% bis 9% in diesem Jahr auf neue nur noch 6% bis 8%. Darüber hinaus halten sich Spekulationen, wonach Alcoa vor einer Entlassungswelle stehe – ein Hinweis darauf, dass sich der Konzern auf eine längere Durststrecke einstellt. Ob die Zahlen von Alcoa bereits ein schlechtes Omen sind oder nur ein negativer Aussreisser, wird sich bereits in den Tagen nach Redaktionsschluss zeigen. In den kommenden gut zwei Wochen werden vor allem die Wall-Street-Banken ihre Zahlenkränze vorlegen. Die Erwartungen sind tief, womit das Enttäuschungspotenzial gering ist, aber im Fall einer Verfehlung umso schlimmere Konsequenzen haben dürfte an den Märkten. Ende Dezember gingen die Analystenschätzungen noch von einem Gewinnwachstum von 1.5% im ersten Quartal aus, inzwischen wird ein Minus von 10.9% im Bankensektor erwartet.
Konklusion:
Die Zahlen von Alcoa sind enttäuschend und lassen keinen Raum für neue Kursfantasie. Entsprechend stufen wir das Papier auf „Verkaufen“. Jetzt stehen die Banken im Fokus.