
Der amerikanische Aluminiumkonzern hat zu Beginn der Q3-Berichtssaison in den USA einen Fehlstart hingelegt und die Erwartungen der Analysten nicht erfüllen können. Der Umsatzschwund war mit einem Minus von rund 6% auf USD 5.2 Milliarden deutlich kräftiger ausgefallen als prognostiziert. Branchenbeobachter hatten lediglich mit einem Erlösrückgang auf USD 5.31 Milliarden gerechnet. Dank kräftigen Kostensenkungen und einem eher schwachen Vergleichsquartal konnte Alcoa zwar einen Gewinnsprung vermelden. Der Nettogewinn stieg von USD 44 Millionen im Vorjahr auf USD 166 Millionen oder USD 0.33 pro Aktie. Doch auch damit konnte der Konzern die Analysten nicht überzeugen – diese hatten einen Nettogewinn von USD 0.35 pro Anteilsschein erwartet. Was uns jedoch besonders auf die Stimmung schlägt ist, dass das Geschäft mit komplexen Leichtbau-Teilen für die Automobil- und Luftfahrtindustrie lahmt. Diese Sparte wird am 1. November abgespalten und firmiert dann unter dem Namen Arconic. Bisher wurde dieser Sparte grosses Wachstumspotenzial bescheinigt. Nur sanken die Erlöse in Q3 um 1%. Zugleich musste Acloa die Umsatzziele für Arconic reduzieren. Die Aufspaltung kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Einerseits schwächelt derzeit der US-Automarkt. Andererseits stehen in der Luftfahrtindustrie – vor allem bei den grossräumigen Flugzeugen – signifikante Einschnitte an. Beides schlägt negativ auf die Geschäfte von Arconic durch.
Konklusion:
Die Schwäche bei der Zukunftssparte Arconic verschreckt die Anleger. Die Aussichten für den eigentlich wachstumsstarken Arm trüben sich ein. Weder Alcoa noch Arconic drängen sich für Investments auf.