+11.66%
YTD 2026
+15.08%
Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
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Jahr 2022

Aktienmarkt - Anlagekommentar

Langfristig orientierte Anleger sollten Ruhe bewahren
Die Aktienmärkte haben den Crash im Frühjahr 2020 in Rekordzeit verdaut. Zwar notieren die meisten grossen Aktienindizes noch im roten Bereich. Aber die zwischenzeitlichen Verluste konnten seit dem Tief am 23. März dieses Jahres deutlich eingeengt werden. Positiv sticht der Nasdaq Comp heraus, der nicht nur die Verluste gänzlich aufholen konnte, sondern bereits wieder deutlich im Plus liegt (Stand: 1. Juni). Die Frage, ob diese Erholung angesichts des dramatischen globalen Konjunktureinbruchs infolge der Pandemie nicht zu viel, in zu kurzer Zeit war, ist berechtigt und muss wahrscheinlich mit „Ja“ beantwortet werden. Wir hatten in Ausgabe 12/2020 (25. März) zwar eine Erholung in Aussicht gestellt. Doch mit einer solchen Rallye, wie wir sie in den vergangenen zwei Monaten erlebt haben, hatten wir nicht gerechnet. Über die Gründe für die Rallye haben wir mehrfach berichtet: Die Pandemie verliert ihren Schrecken, die Lockdown-Lockerungen machen Hoffnung auf eine schnelle konjunkturelle Erholung und die Notenbanken haben den Markt mit Liquidität geschwemmt, welche den Weg an den Aktienmarkt findet. Wir gehen davon aus, dass die gute Stimmung an den Märkten noch anhält, wobei die Gefahr schmerzhafter, kurzfristiger Rückschläge naturgemäss steigt. Eine Zwischen-Korrektur von 10% bis 15% erscheint überfällig. Ein Rückschlag bis auf die 2020er-Tiefs erscheint uns mittlerweile aber unwahrscheinlich. Dennoch sollten Anleger auch in solchen Phasen Ruhe bewahren und nicht in hektisches Umschichten verfallen. Wir gehen davon aus, dass sich die globale Wirtschaft im Verlauf des zweiten Halbjahres 2020 stabilisiert und 2021 kräftig Fahrt aufnimmt. Daher sollten sich die Umsatz- und Gewinnprognosen der Unternehmen in den kommenden Monaten deutlich aufhellen, was die Aktienkurse mittelfristig stützen sollte. An den Aktienmärkten dürften die Schwankungen zwar anhalten, aber die Schwankungsbreite zurückgehen. Nach einer erwarteten Zwischenkonsolidierung dürften die Märkte bei abnehmender Dynamik weiter nordwärts streben.