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Jahr 2025
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Jahr 2024
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Jahr 2023
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Jahr 2022

Aktienmärkte - Anlagekommentar

Die Sorgen werden mit Kapital weggeschwemmt
Die Berichtssaison in Europa und den USA hat in der zurückliegenden Berichtswoche Fahrt aufgenommen. Bisher fallen die Zahlenkränze im Rahmen der tiefen Erwartungen aus; und die Unternehmensausblicke sind von den Unsicherheiten rund um die konjunkturelle Talfahrt infolge der Covid-19-Pandemie geprägt. Auch der Blick auf die Eskapaden an den Ölmärkten müsste eigentlich für Verunsicherung sorgen. So sanken die Preise für Terminkontrakte zeitweise tief in den negativen Bereich. Einen Tag später zogen die Preise wieder deutlich an. Noch fehlen belastbare Daten, aber die globale Konjunktur scheint aufgrund der vielerorts brachliegenden Wirtschaft einen regelrechten Schiffbruch erlitten zu haben. Ein Konjunktureinbruch von 15%, 20% oder gar noch mehr erscheint vielen Beobachtern angesichts der Einmaligkeit der Lage nicht mehr unwahrscheinlich. Und Italien, das Land, welches in Europa mit am stärksten von der Pandemie getroffen wurde, rechnet für das laufende Jahr mit einem Haushaltsdefizit von mehr als 10%. An der Börse hat der Pandemie-Schock zwar hohe Wellen geworfen und zwischen Mitte Februar bis Mitte März dieses Jahres zu einem der schnellsten Crashs in der Geschichte geführt. Aber die Marktteilnehmer haben den Schock mittlerweile – zumindest fürs Erste – verdaut. Denn anders als vor mehr als zehn Jahren als die Finanzkrise in den USA mit der Lehman-Pleite auf ihren Höhepunkt zusteuerte, sind dieses Mal weder die Politiker noch die Notenbanker tatenlos. Weltweit werden Stimuli aufgelegt, um den drohenden Totalschaden der Wirtschaft abzuwenden. Darüber hinaus lockern die Notenbanken reihenweise ihre Sicherheitsanforderungen für bestimmte Kredite. Allein die amerikanische Notenbank Fed hat ein USD 2.3 Billionen schweres Programm angekündigt, auf das Firmen, aber auch Bundesstaaten und Bezirke bei der Bewältigung der Pandemie zugreifen können. Es sind enorme, nicht mehr vorstellbare Summen, die von Politik und Notenbanken gesprochen werden. Und die Börsianer scheinen bis dato überzeugt, dass die zur Verfügung stehenden Mittel ausreichen werden, um diese einmalige Situation zu überstehen. Kurzum: Die globalen Kapitalmärkte werden geradezu mit Liquidität geflutet – dieses Kapital wird früher oder später seinen Weg an und in den Aktienmarkt finden. Natürlich schützt auch diese Liquiditätsschwemme nicht vor kurzfristigen, schmerzhaften Kurseinbrüchen – diese werden kommen; so sicher wie das Amen in der Kirche. Aber diese Verluste werden wahrscheinlich in einem enormen Tempo wieder ausgeglichen werden. Denn das reichlich vorhandene Kapital muss irgendwo hinfliessen. Und dabei führt an Aktieninvestments kein Weg vorbei.

Konklusion:
Auch wenn an den Aktienmärkten weiter kurzfristige, schmerzhafte Rückschläge drohen. So bleiben wir dennoch optimistisch. Regierungen und Notenbank schwemmen den Markt mit Liquidität!