
Der US-Präsident Barack Obama hat der geplanten Übernahme von Aixtron, die über eine Tochter auch in den USA aktiv ist, durch ein chinesisches Konsortium (siehe Ausgabe 44/2016) einen Riegel vorgeschoben. Obama wie auch die US-Behörde für Auslandsinvestitionen (CFIUS) befürchten, dass Aixtron-Produkte auch militärisch genutzt werden könnten. Aixtron ist damit erst der dritte Fall seit 1990, wo ein US-Präsident eine Firmenübernahme durch einen ausländischen Investor wegen Sicherheitsbedenken verhindert. Nach dem Entscheid des US-Präsidenten erwarten wir, dass Marktbeobachter das Worst-Case-Szenario in die Aktie einpreisen – das Papier könnte kurzfristig bis auf EUR 3.00 absacken. Operativ hat sich zuletzt zwar eine leichte Besserung abgezeichnet (guter Auftragseingang), ob dies aber reicht, die Anleger langfristig zu überzeugen, bezweifeln wir.