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Adobe

Der amerikanische Softwareanbieter, der vor allem durch sein Bildbearbeitungsprogramm Photoshop und den Adobe Acrobat Reader (pdf) Weltruhm erlangt hat, bleibt auf Erfolgskurs. Die vor wenigen Tagen vorgelegten Zahlen für das abgelaufene dritte Geschäftsquartal liessen unseres Erachtens keine Wünsche offen. Der Umsatz stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode um 14% auf USD 3.23 Milliarden, womit die Konsensprognose der Analysten von USD 3.16 Milliarden übertroffen werden konnte. Noch eindrücklicher entwickelte sich die Ertragslage. Der bereinigte Gewinn pro Aktie schoss um 21% auf USD 2.57 in die Höhe. Analysten hatten im Schnitt nur mit USD 2.42 je Anteilsschein gerechnet. Einen Rekord stellte Adobe auch beim operativen Cashflow auf. Dieser belief sich auf USD 1.44 Milliarden, was wir als überraschend stark bewerten. Denn es sollte nicht vergessen werden, dass Adobe im abgelaufenen Quartal 1.5 Millionen eigene Aktien zurückgekauft hat. Die Margenverbesserungen werten wir als Zeichen der Stärke des Geschäfts mit Mietsoftware. Auch der Ausblick des Unternehmens auf das laufende vierte Geschäftsquartal kann sich sehen lassen. Adobe veranschlagt ein Umsatzziel von rund USD 3.35 Milliarden und einen Gewinn von USD 2.64 pro Aktie womit der Konzern die Erwartungen der Analysten erfüllt. Die Wall-Street-Analysten waren im Anschluss an die Zahlenvorlage voll des Lobes. So erhöhte Bernstein Research das Kursziel beispielsweise von USD 424 auf USD 562. Noch höher setzt Barclays das Kursziel für Adobe an. Die Analysten erhöhten dieses von USD 530 auf USD 600. Adobe bleibt das Nonplusultra im Bereich der digitalen Mediengestaltung – wirkliche Wettbewerber, die auch nur ansatzweise am Thron des Unternehmens rütteln könnten, haben wir derzeit nicht auf dem Radar. Zudem dürfte der Trend zum Homeoffice dem Unternehmen auch längerfristig in die Karten spielen. Die Adobe-Software gilt als entscheidend für Online-Inhalte, papierlose Workflows und digitale Kundenerfahrungen. Zumal Adobe noch ein Ass im Ärmel hat: Mit dem Produkt „Sign“, welches die Abgaben von elektronischen Unterschriften ermöglicht, sitzt der Konzern auf einem sehr stark wachsenden, vielerorts noch unterschätzten Geschäftszweig. Die Digitalisierung der Geschäftswelt wird solche Dienste in Zukunft noch deutlich stärker nachfragen.

Konklusion:
Die Aktie ist im bisherigen Jahresverlauf sehr stark gelaufen und mittlerweile sehr ambitioniert bewertet. Aufgrund der sehr guten Zukunftsaussichten halten wir aber sogar noch höhere Bewertungen für gerechtfertigt.