
Nach einem starken Comeback im Jahr 2015 blickt der Sportartikelhersteller zuversichtlich in das laufende Jahr. Die Auftragsbücher sind gegenwärtig prall gefüllt und mit der Fussball-Europameisterschaft in Frankreich und den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro stehen gleich zwei Sport-Grossereignisse in diesem Jahr auf der Agenda. Sowohl der währungsbereinigte Umsatz als auch der Gewinn sollen in diesem Jahr zwischen 10% bis 12% zulegen – damit würde Adidas den Wachstumspfad von 2015 unbeirrt fortsetzen. Wie schon 2015 will Adidas dem steigenden Kostendruck (steigende Beschaffungskosten, höhere Lohnkosten und ungünstiges EUR/USD-Verhältnis) durch weitere Sparmassnahmen, teurere Produkte und nicht zuletzt über weitere Expansionen entgegentreten. Vor allem der Ausbau der eigenen Adidas-Shops ist diesbezüglich hervorzuheben. So will Adidas beispielsweise auf dem stark wachsenden China-Markt nochmals Gas geben und bis zum Jahr 2020 weitere 3‘000 Filialen auf dann 12‘000 eröffnen. Die Margen in diesen Geschäften sind im Vergleich zum Verkauf über Drittläden deutlich höher.
Mit Blick auf den Aktienkurs müssen wir nach der starken Performance in den letzten 14 Monaten auf die Bremse treten. Seit dem Jahreswechsel 2014/15 ist das Papier um gut 69% gestiegen, wodurch die klassischen Bewertungsparameter mittlerweile weniger attraktiv erscheinen. Auf dem gegenwärtigen Kursniveau erscheint uns das weitere Aufwärtspotenzial beschränkt.
Konklusion:
Investierte Anleger sollten das Papier halten. Aufgrund des beschränkten Aufwärtspotenzial drängt sich ein Neuengagement derzeit nicht auf.