+11.66%
YTD 2026
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Jahr 2025
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Jahr 2024
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Jahr 2023
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Jahr 2022

Adecco

Die Pandemie und der wirtschaftliche Stillstand im zweiten Quartal 2020 haben tiefe Kratzer in die Bilanz des Stellenvermittlers Adecco gerissen. Organisch sackte der Umsatz im zweiten Quartal gut um ein Fünftel ab, wobei sich abzeichnet, dass das Schlimmste hinter Adecco liegt. Und selbst der horrende Erlöseinbruch war letztlich weniger gravierend, wie Analysten in Aussicht gestellt hatten. Überraschend konnte Adecco sogar einen operativen Gewinn auf Stufe Ebita – vor Amortisationen – ausweisen. Die Bruttomarge konnte dank schnell ergriffener Kostensenkungsmassnahmen stabil bei 18.8% gehalten werden, nach 19% in der vergleichbaren Vorjahresperiode. Und selbst unter dem Strich gelang es dem Konzern, eine schwarze Null einzufahren. Dies ist angesichts der Beispiellosigkeit der Umstände aller Ehren wert. Einen Ausblick auf das zweite Halbjahr wagte der Konzern angesichts der nach wie vor hohen Unsicherheiten nicht. Zwar rechnet man in der Konzernzentrale nicht mehr mit landesweiten Lockdown-Massnahmen. Auf lokaler und regionaler Ebene könnte es jedoch immer wieder – je nach Pandemiegeschehen – zu Einschränkungen kommen. Aber die Konjunktur fasst nach dem katastrophalen ersten Halbjahr Fuss, womit sich auch das operative Geschäft von Adecco wieder beschleunigen sollte. Allerdings sollten investierte Anleger Geduld mitbringen, denn die Erholung – auch des Aktienkurses – wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kein Sprint, sondern ein Marathon.

Konklusion:
Das Papier erscheint uns auf dem derzeitigen Bewertungsniveau attraktiv gepreist (KGV22: 10.7x). Anleger brauchen aber einen langen Atem, um von einer Erholung zu profitieren.