
Noch tritt die Konzernführung des Schweizer Industriekonzerns auf die Erwartungsbremse. Man befände sich noch immer in dem seit 2014 laufenden Transformationsprozess der erst Ende dieses Jahres abgeschlossen werde. Entsprechend will sich CEO Ulrich Spiesshofer noch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen und das Ende der Wachstumsschwäche verkünden. Dennoch verdichten sich die Anzeichen, dass ABB markante Fortschritte macht. Einerseits konnte der Konzern die Marge nicht nur halten, sondern entgegen den Erwartungen sogar leicht steigern. Das erzeugt Hoffnung, dass die Margen markant ansteigen könnten, wenn der Konzern dereinst die massiven Restrukturierungskosten hinter sich lassen kann. Auch beim Umsatz und der Auftragsentwicklung deutet sich eine Belebung an. Mit einem Zuwachs von 8% bzw. 6% konnte ABB die Erwartungen der Marktteilnehmer schlagen. Aus unserer Sicht hat der Schweizer Konzern den Wendepunkt erreicht. Die anziehende globale Konjunkturentwicklung stärkt die über lange Zeit schwächelnden Endmärkte von ABB. Dies sollte sich in den kommenden Quartalen in einer deutlich dynamischeren Entwicklung des Auftragseingangs und des Umsatzes widerspiegeln. Kann ABB zudem die belastenden Restrukturierungskosten abschütteln, sollte sich dies in der Summe in steigenden Gewinnmargen ausdrücken. Wir denken, dass ABB das Fundament für ein erfolgreiches 2018 gelegt hat. Risikofreudige Anleger greifen jetzt zu.
Konklusion:
Wir erhöhen unsere Einschätzung für die Aktie von ABB von „Halten“ auf „Kaufen“. Anleger, die ein gewisses Mass an Risiko schultern können, legen sich einige Papiere ins Depot.