
Wir starten die Berichterstattung zu Associated British Foods (AB Foods) mit einer klaren Kauf-Empfehlung für die Aktie. AB Foods dürften Kontinentaleuropäern vor allem als Mutter der Billig-Kleiderkette Primark bekannt sein. Die jüngst vorgelegten Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2019/20 (Mitte September bis Mitte August) waren ansprechend. Der Konzern wuchs mit Ausnahme des Lebensmittelgeschäfts, wo AB Foods stagnierende Erlöse verzeichnete, solide. Währungsbereinigt stieg der Umsatz auf Konzernebene um 4%. Das Textilgeschäft um die Kette Primark entwickelten sich auch dank einer abermals vergrösserten Verkaufsfläche ordentlich (+4.5% währungsbereinigt), wobei das Wachstum auf vergleichbarer Fläche sogar um 5.1% stieg. Dies mag auf den ersten Blick zwar nicht berauschend klingen. Für einen klassischen Brick-and-Mortar-Anbieter ist dieses Plus aber wirklich aller Ehren wert. Neben Primark konnte auch das Zuckergeschäft positiv überraschen. Der Spartenumsatz stieg währungsbereinigt um 7% und die Aussichten hellen sich auf. Zur Erinnerung: Vor Jahresfrist musste die Sparte aufgrund des Preisverfalls bei Zucker einen Umsatzrückgang von 5% und einen operativen Gewinneinbruch verdauen. Das Management geht davon aus, dass sich vor allem in der zweiten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres das Ergebnis deutlich verbessert. Die Preise steigen und AB Foods hat zuvor kräftig an der Kostenschraube gedreht! Auch die Umsätze im Agrargeschäft und mit Zusatzstoffen wuchsen in Q1.
Konklusion:
Nach einem schwierigen 2019 dürfte sich das laufende Geschäftsjahr deutlich freundlicher entwickeln. Auf dem gegenwärtigen Kursnievau spiegelt dies die Aktie nur teilweise wider.