
Der deutsche Telekom-Konzern hat binnen eines Jahres gut die Hälfte an Wert verloren. Vor allem der Bieterwettstreit um die milliardenteuren 5G-Lizenzen wurde von den Aktionären nicht goutiert. Doch die eigentliche Belastung kommt nun wohl erst. Denn 1&1 Drillisch steht nun vor der eigentlichen Herkulesaufgabe: Der Aufbau eines eigenen Mobilfunknetzes wird weitere Milliarden verschlingen und die Profitabilität des Konzerns wahrscheinlich in den kommenden Jahren nachhaltig belasten. Mit der Rückendeckung des Mutterkonzerns United Internet ist der teure Ausbau zwar möglich – zumal er auch alternativlos ist, da das klassische Geschäftsmodell von 1&1 Drillisch vor dem Aus steht. Für den Aktienkurs sind dies dennoch keine guten Nachrichten. Die Aktie dürfte weiter schwächeln.